Im Bereich der Energiespeicherung dient das Leistungsumwandlungssystem (PCS) als zentrale Kerntechnologie – die „interne Steuerung“, die Gleichstrom aus Batterien in nutzbaren Wechselstrom aus dem Netz umwandelt. Obwohl der grundlegende Zweck derselbe ist, haben sich in der Branche unterschiedliche technische Ansätze mit jeweils eigenen Architekturen und Kompromissen entwickelt.
Da Speicherprojekte im Gewerbe- und Industriebereich, netzseitig und im Versorgungsmaßstab weltweit zunehmen, ist das Verständnis dieser gängigen Technologien entscheidend für fundierte Investitions- und Planungsentscheidungen. Dieser Leitfaden erläutert die vier wichtigsten PCS-Familien: ihre Funktionsweise, ihre idealen Anwendungsbereiche und die wichtigsten Akteure der Branche.
| Technologieroute | Kernarchitektur | Technisches Ethos | Wichtigste Vorteile | Typische Nachteile | Marktpositionierung & Ausblick |
|---|---|---|---|---|---|
| Zentralisiert | Einzelner, leistungsstarker PCS für die zentrale Wandlung. | Groß, stabil, einfach, aber dennoch relativ primitiv. | 1. Niedrigste Investitionskosten 2. Netzfreundlich für großflächige Verteilung 3. Ausgereifte Technologie, stabile Lieferung | 1. Schwerer „Fass-Effekt“ (System wird durch die schwächste Zelle begrenzt) 2. Risiko von Ausgleichsströmen durch Gleichstrom-Parallelschaltung 3. Konzentrierter Sicherheitsdruck | Hauptstütze für großflächige netzseitige Speichersysteme. Wird einen stabilen Marktanteil halten, erfordert aber Sicherheitsverbesserungen. |
| String (DC-gekoppelt) | Modulares Design mit „einem Cluster, einem Controller“. | Flexibel, präzise und fehlertolerant. | 1. Optimales Batteriekonsistenzmanagement 2. Hohe Zuverlässigkeit durch Fehlerisolierung 3. Hohe Sicherheit, keine zirkulierenden Ströme zwischen den Clustern | 1. Etwas höhere Systemkosten 2. Komplexere Integration und Inbetriebnahme | Marktführer im Bereich Gewerbe & Industrie sowie dezentrale Speicherlösungen. Ausgestattet für nachhaltiges Wachstum. |
| Verteilt (DC/DC + PCS) | DC/DC-Trennung auf Clusterebene + zentralisiertes PCS. | Sicherer, stabiler, komplexer. | 1. Vermeidet vollständig Ausgleichsströme 2. Präzisere Lade-/Entladesteuerung 3. Bringt Sicherheit und Maßstab in Einklang. | 1. Etwas geringere Umwandlungseffizienz 2. Höhere Anforderungen an die Systeminbetriebnahme 3. Höhere Kosten als zentralisiert | „Sicherheitsoptimierte Version“ für großflächige Lagerung. Die Marktdurchdringung in Großprojekten wird weiter steigen. |
| Hochspannungs-Kaskade (H-Brücke) | Direkte Reihenschaltung für Hochspannungsausgang, kein Netzfrequenztransformator. | Hochspannung, hohe Leistung, extrem hohe Markteintrittsbarrieren. | 1. Macht den Transformator überflüssig und steigert die Effizienz. 2. Keine parallelen Ausgleichsströme 3. Erhebliche Skaleneffekte bei extrem großen Projekten | 1. Extrem hohe technische und Inbetriebnahmehürden 2. Erfordert Validierung im großen Maßstab. 3. Komplexe Betriebs- und Wartungsarbeiten, strenge Sicherheitsanforderungen | Spitzentechnologie. Ein potenzieller Kandidat für zukünftige Netzprojekte mit einer Leistung von über 100 MW. |
Den richtigen Weg wählen: Alles dreht sich um die Bewerbung.
Es gibt keine „beste“ Technologie. Die optimale Wahl hängt von der spezifischen Projektgröße, dem Anwendungsszenario, den Sicherheitsanforderungen und den Gesamtbetriebskosten (TCO) ab.
- Für netzgebundene Speichersysteme im Versorgungsmaßstab (50 MW+): Zentralisierte Speichersysteme bleiben die kostengünstige Lösung, während Hochspannungs-Kaskadenspeicher sich als hocheffiziente Alternative für zukünftige Megaprojekte herauskristallisieren.
- Für kommerzielle und industrielle / verteilte Speichersysteme: Die String-Technologie ist der dominierende Marktführer und bietet unübertroffene Flexibilität, Sicherheit und detailliertes Management für diverse, kleinere Standorte.
- Für Großprojekte, bei denen Sicherheit und Leistung Priorität haben: Die verteilte Architektur bietet einen robusten Mittelweg und erhöht die Sicherheit gegenüber herkömmlichen zentralisierten Systemen für kritische Anwendungen.
Die Zukunft ist vielfältig
Die Energiespeicherlandschaft konzentriert sich nicht auf eine einzige Technologie. Stattdessen diversifiziert sich der Markt. Der Trend ist eindeutig: Die Zukunft liegt in der Auswahl der jeweils geeignetsten Systemarchitektur für ein bestimmtes Szenario, wobei Leistung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer des Systems hinweg optimal aufeinander abgestimmt werden.
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Veröffentlichungsdatum: 06.12.2025
